
Es war wie immer der traditionelle Auftakt zur Berlinale. Im Quatsch Comedy Club wurde
am 11. Februar zum 17. Mal der Askania Award verliehen. Mit dem Preis werden Künstler*innen geehrt, die sich besonders um den deutschsprachigen Film verdient gemacht haben.
Das glamouröse Event der Uhren-Manufaktur Askania musste diesmal ohne Schirmherr Leonhard R. Müller über die Bühne gehen. Wegen einer Krankheit war er nur per Videobotschaft vertreten. So musste Geschäftsführerin Martina Dold einspringen, die an die Vergangenheit von Askania als Kamerahersteller und den Bezug zum Film erinnerte. Mit ihren Kameras seien legendäre Filme wie „Der Blaue Engel“ und „Die Blechtrommel“ gedreht worden. Als Moderator durch den Abend führte „RBB-Urgestein“ Ulli Zelle. Dieter Kosslick musste absagen, weil sein Urlaubsflieger ausgefallen war. Der Sonderpreis deutsche Filmproduktion ging an Nico Hofmann. Der Regisseur, Filmproduzent und Drehbuchautor ist bekannt aus zahlreichen Film- und Fernsehproduktionen, u. a. mehrere Tatorte und dem Klassiker „Der Sandmann“, den er mit Legende Götz George drehte. Die Witwe des verstorbenen Schauspielers, Marika George, hielt die Laudatio und plauderte dabei über die beiden befreundeten Filmschaffenden. Der Award des Shooting Stars ging an Leonard Burkhardt, der bereits in vielen Produktionen wie Tatort Dreams oder Soko Linz zu sehen war, betonte in seiner Dankesrede, dass er sich freue, das zum ersten Mal ein Preis an eine Person of Colour ginge. Über den Preis „Bes-
te Darstellerin“ konnte sich Sibel Kekilli freuen. Die Schauspielerin sagte, wie geehrt sie sich fühle. „Vor einiger Zeit hätte man es sich nicht vorstellen können, dass die Enkelin eines türkischen Gastarbeiters einmal so gefeiert wird. Ich hoffe, dass auch zukünftig Schauspieler*innen mit Migrationshintergrund diese Chance bekommen.“ Zum besten Darsteller wurde Matthias Freihof ernannt. Der Schauspieler und Regisseur thematisierte in seiner Dankesrede ebenfalls die vielfältige Gesellschaft und deren Schutz. Ein Mann nicht vieler Worte, zumindest bei der Verleihung, war Schauspieler Jaecki Schwarz, der den Award für sein Lebenswerk bekam. Seine Laudatio sollte eigentlich Kollegin Franziska Trögner halten, die aber ebenfalls erkrankt war. Ulli Zelle übernahm und überreichte das traditionelle zum Preis gehörende Ölgemälde und eine Askania Uhr. Die musikalische Untermalung des Abends übernahm Sängerin Carolin Karnuth.
