Wachstumsschmerzen?

Sylvia U. Möller und Martin Schwarz - Foto: Sabeth Stickforth/Ursula Lindner

Ist die Attraktivität Berlins ungebrochen? Stehen die Zeichen im Tourismus weiter auf Wachstum? Kommen die Gäste von allein? – Antworten auf diese Fragen gab der gemeinsame Neujahrsempfang von DEHOGA Berlin, visitBerlin und visitBerlin Partnerhotels, zu dem rund 600 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Kultur, Sport, Medien und Verwaltung kamen.

Veranstaltungsort war das Titanic Hotel Chaussee Berlin, das ein umsichtiger und herzlicher Gastgeber war. Mit 1.400 qm besitzt das Haus einen den größten Kongresssäle der Stadt. Der Kongressstandort Berlin war eines der vielen Themen, die an diesem Abend diskutiert wurden, denn „wir brauchen einen weiteren Ort für große, internationale Veranstaltungen mit Teilnehmerzahlen ab 2.000 Personen. 144 Veranstaltungen der genannten Größenordnung mussten im vergangenen Jahr aus Kapazitätsgründen abgesagt werden“, so Christian Andresen, Präsident des DEHOGA Berlin.

VisitBerlin-Chef Burkhard Kieker sprach über die internationale Ausstrahlung der deutschen Metropole, die allerdings vor Ort „unter Wachstumsschmerzen“ leide und mit ihrer Rolle als „Weltmetropole fremdelt“. Sein Appell: „Wir dürfen nicht zulassen, dass die Marke zernörgelt wird“. Herzlich begrüßter Gast des Abends war Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller, der betonte, dass „wir alle daran arbeiten müssen, dass Berlin ein attraktiver Standort bleibt“, der für Freiheit und Liberalität steht. Ausdrücklich sprach er sich für die Langstreckeninitiative im Flugverkehr aus, deren Erfolg die Bundesregierung maßgeblich beeinflusst, sowie für die IAA am Standort Berlin. Unter den Gästen des Neujahresempfangs: Wirtschaftssenatorin Ramona Pop, Finanzsenator Matthias Kollatz, Ingrid Hartges, Hauptgeschäftsführerin des DEHOGA-Bundesvorstands, Andreas Knieriem, Direktor von Zoo, Tierpark und Aquarium, sowie Mitglieder des Abgeordnetenhauses und Vertreter der Bezirke.