Gloria und Walzerseeligkeit

Foto: Jugendsinfonieorchester Berlin

Montags ist Orchesterprobe. An diesem Novembertag steht John Rutters „Gloria“ auf dem Plan. Das dreisätzige Werk und Auszüge aus Peter Tschaikowskys „Schwanensee“ wird das Jugendsinfonieorchester Berlin zum Weihnachtskonzert am 16. Dezember im Konzerthaus am Gendarmenmarkt spielen. Zum Neujahrskonzert im Januar ist Musik von Johann Strauss, Eduard Strauss und Émile Waldteufel zu erleben.

Prof. Knut Andreas – Foto: Isabela Senatore

2018/19 feiert das Jugendsinfonieorchester Berlin am Georg-Friedrich- Händel-Gymnasium sein 50-jähriges Bestehen. Das Gymnasium in Friedrichshain ist eine musikbetonte Schule mit einem sehr hohen Qualitätsanspruch, die berlinweit gefragt ist. 1969 entstand das Jugendsinfonieorchester, in dem Jugendliche im Alter von 14 bis 19 Jahren spielen. Über Jahrzehnte hinweg fehlte dem musikbetonten Gymnasium ein Proben- und Aufführungssaal. Die Misere beendete der neu erbaute Händelsaal, der direkt an das alte Gebäude angebaut wurde. Der Konzertsaal wurde im März 2017 unter dem Namen „Händelsaal am Frankfurter Tor“ eröffnet.

Viele, die in diesen 50 Jahren im Jugendsinfonieorchester Berlin spielten, haben später musikalische Berufe ergriffen, wurden Musikpädagogen, Instrumentalpädagogen, Musiktherapeuten, Tonmeister, Musikproduzenten, Komponisten und Arrangeure, Dramaturgen, Regisseure, Kultur- und Veranstaltungsmanager, Kulturpolitiker, Dirigenten oder Orchestermusiker. So mancher Musiker, der heute in deutschen Spitzenorchestern wie der Staatskapelle Berlin, dem Orchester der Deutschen Oper Berlin, dem Rundfunk- Sinfonie-Orchester Berlin oder dem Gewandhausorchester Leipzig spielt, hat seine Grundlagen in der Schule am Frankfurter Tor gelernt. Auch international waren und sind die jungen Musikerinnen und Musiker erfolgreich, zahlreiche Preise berichten davon. Seit 2015 ist Prof. Knut Andreas Dirigent des Jugendsinfonieorchesters und widmet sich dieser Aufgabe mit Leidenschaft, Sensibilität und einer begeisternden Freude, Neues zu erschließen. Dafür steht der „Traumzauberbaum“, den das Orchester im Frühling aufführen wird. „Mit den Geschichtenliedern sind Generationen von Kindern aufgewachsen. Der Traumzauberbaum, den Reinhard Lakomy (Musik) und seine Frau Monika Ehrhardt (Texte) 1980 pflanzten, feiert 2020 seinen 40. Geburtstag. Wir werden die Ersten sein, die diese großartige Musik mit Sinfonieorchester aufführen werden“, weckt Knut Andreas jetzt schon Vorfreude.

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