Die neue „alte“ Drehleiter

Das Team vom Feuerwehrmuseum vor der neuen Drehleiter mit dem Leiter des Feuerwehrmuseums Stefan Sträubig (5. v. l. ) , dem Vorsitzenden des Fördervereins Feuerwehrmuseum Berlin e. V. Ulrich Lindert (6. v. l.) und dem Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr Dr. Karsten Homrighausen (7. v. l. ) - Fotos: Gaby Bär

Die Berliner Feuerwehr verfügt mit ihren historischen Fahrzeugen über einen ganz besonderen Schatz.

Denn das Konzept der „Fahrzeugsammlung Berlin“ beruht auf der Vorgabe, aus jeder Epoche mit richtungsweisenden technischen Neuerungen jeweils das typische Löschfahrzeug und die dazugehörige Drehleiter, oder wie der Feuerwehrmann sagt, „Spritze und Leiter“, aufzubewahren. Diese besondere Systematik führt zu einer anschaulichen Sammlung und findet so exklusiv nur im Feuerwehrmuseum Berlin Anwendung. Hier können den jungen Feuerwehrkräften in der Ausbildung und der Bevölkerung die technischen Entwicklungen der für die Feuerwehr so typischen Fahrzeuge fast lückenlos präsentiert werden. Um eine der ganz wenigen Lücken in der Sammlung zu schließen, hat der Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e. V. eine Drehleiter angekauft, die 1996 bei der Berliner Feuerwehr ausgemustert wurde.

Bei einem der größten Hotelbrände in der deutschen Nachkriegsgeschichte, am 16.12.1989 am Kurfürstendamm 185 in Charlottenburg, wurde dieses Fahrzeug zur Rettung der Hotelgäste aus den oberen Stockwerken eingesetzt. Viele Menschen verdanken diesem Fahrzeug deshalb ihr Leben. Ulrich Lindert, Vorsitzender des Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e. V., übergab am 14. Mai diese historische Drehleiter an den Landesbranddirektor der Berliner Feuerwehr, Dr. Karsten Homrighausen. Der Förderverein Feuerwehrmuseum Berlin e. V. setzt sich für das Feuerwehrmuseum ein und übernimmt, im Rahmen seiner Möglichkeiten, die Finanzierung besonderer Anschaffungen. Für diese und die bereits vorhandenen Fahrzeuge der Sammlung müssen angemessene Ausstellungsräume, in denen auch eine dauerhafte Präsentation möglich ist, geschaffen werden. Alle Fahrzeuge sind nämlich z. Zt. auf verschiedene Standorte im Stadtgebiet verteilt untergestellt. Um diese Sammlung dauerhaft zu schützen sowie den zahlreichen Besuchern die Entwicklung der Berliner Feuerwehr auf anschauliche Weise zu vermitteln, wird dringend ein Anbau am Feuerwehrmuseum Berlin benötigt. Um darauf aufmerksam zu machen, öffnete das Museum im Rahmen von „Berlin sagt Danke“ seine Pforten. Wie immer eine gelungene Veranstaltung, mit viel Liebe zum Detail unter Leitung von Stefan Sträubig gestaltet. Die monatliche Veranstaltung „Musik im Museum“ findet weiterhin großen Anklang und ist immer ausverkauft. Ab Juni ist auch der Einbau des Fahrstuhls vollendet, damit ist dann das Museum auch behindertengerecht.

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