Kultur-Zeit

Ausstellungsansicht Bunte Steine: William Tucker, Kai Schiemenz, Stefan Guggisberg - Foto: Enric Duch

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Bunte Steine

Das Georg Kolbe Museum präsentiert bis zum 1. Mai mit der Ausstellung „Bunte Steine“ drei herausragende Positionen zeitgenössischer Kunst. Die Schau zeigt rund 30 Werke der Bildhauer William Tucker und Kai Schiemenz sowie des Malers Stefan Guggisberg. Sie greift den Gedanken einer Sammlung von Steinen auf, wie ihn Adalbert Stifter in seinem 1853 erschienenen Erzählungsband „Bunte Steine“ verfolgt hat. Darin trägt jede Geschichte den Namen eines Steines: Granit, Kalkstein, Turmalin, Bergkristall, Katzensilber und Bergmilch. In den Erzählungen sind sie Dreh- und Angelpunkte für die geschilderten Verläufe des menschlichen Lebens im Zusammenspiel mit der Natur. Einer Steinsammlung gleich sind auch die in der Ausstellung gezeigten Werke: Wiederholt greifen die drei Künstler in ihren Arbeiten das Motiv des Steins auf.

www.georg-kolbe-museum.de

„Große Oper – viel Theater?“

Wie werden Bühnen in der Zukunft aussehen? Welche Gestalt können diese zentralen Orte der kollektiven kulturellen Begegnung haben? Die Ausstellung „Große Oper – viel Theater? Bühnenbauten im europäischen Vergleich“ des Deutschen Architekturmuseums, DAM Frankfurt/ Main, wirft einen Blick auf Theater, Opernhäuser und Konzertgebäude sowohl in Deutschland als auch in Europa. Darunter sind Sanierungen historischer Anlagen ebenso wie spektakuläre Neubauten, die einen städtebaulichen Akzent gesetzt haben. Auch die Sanierung der Berliner Staatsoper Unter den Linden wird ausführlich beleuchtet. Die Ausstellung ist vom 28. März bis zum 25. April 2019 im Podewil, Klosterstraße 68, 10179 Berlin, Montag bis Sonntag 10.00–18.00 Uhr, zu sehen. Der Eintritt ist frei. Öffentliche Führungen immer mittwochs von 18.00–19.00 Uhr.

www.grosseoper-vieltheater.de

15 Jahre Chamäleon

Poetisch, fantasievoll, leidenschaftlich: „Memories of Fools“ – Foto: Jakub Jelen

Im September feiert das Chamäleon-Theater 15. Geburtstag. Schon vorher öffnet das Haus in den Hackeschen Höfen am 12. Mai zum Tag der offenen Tür und lädt ein, das Theater, seine Programmatik als Schaufenster für aktuelle Trends der zeitgenössischen Zirkusszene und die Macher kennenzulernen. Bis zum 18. August läuft die Show „Memories of Fools“. Die preisgekrönte Kompanie Cirk La Putyka aus Prag hat mit ihrer Kreation eine bildgewaltige und phantasievolle Collage aus kraftvoller Akrobatik, leichtfüßigen Choreografien und herrlich skurrilen Charakteren geschaffen. Die Show erzählt von einem großen Kindheitstraum und der Mission, die Erinnerungen der Menschheit zu wahren – bevor sie für immer aus unserem Gedächtnis verschwinden.

www.chamaeleonberlin.com

Stilwerk zeigt Bauhaus-Ikonen

Die Produkte und Stile des Bauhauses sind auch nach 100 Jahren Beispiel für durchdacht praktische Entwürfe mit zeitloser Ästhetik. Anlässlich des hundertjährigen Gründungsjubiläums der Kunstschule zeigt das Stilwerk in der Kantstraße exemplarisch 100 Gegenstände aus dem Bauhaus- Repertoire, die längst Stilikonen sind. Dass sie noch immer erhältlich sind, unterstreicht ihre ungebrochene Aktualität und Beliebtheit. Die Ausstellung ist bis zum Herbst zu sehen, Ausstellungsort ist das Foyer des Hauses in der Kantstraße.

www.stilwerk.com

Schlosspark Theater: neuer Theaterleiter

Markus Lorenz und Dieter Hallervorden – Foto: DER DEHMEL

An der Seite des Intendanten Dieter Hallervorden führt Markus Lorenz als neuer Theaterleiter das Schlosspark Theater in Berlin. Die ersten Schritte auf einer Profibühne machte der gebürtige Rheinländer noch während der Schauspielschulzeit an den Hamburger Kammerspielen. Es folgten Engagements u. a. in Hamburg, Frankfurt, Bonn, Düsseldorf, Bochum, Köln, Wien sowie auf verschiedenen Tourneen. Neben seiner Schauspieltätigkeit auf der Bühne und im Fernsehen sammelte Lorenz auch Erfahrung als Inspizient, Produktionsassistent, Requisiteur, Regieassistent, Co-Regisseur und nicht zuletzt auch als Regisseur an verschiedenen deutschen Theatern. In den letzten 18 Jahren war das Hamburger Ohnsorg-Theater seine künstlerische Heimat.

www.schlossparktheater.de

PxP erstmalig am Internationalen Kindertag

2019 findet das „PEACE x PEACE“-Festival nach einjähriger Pause erstmals am Internationalen Kindertag statt. Ebenfalls neu: die Berliner Parkbühne Wuhlheide wird neue Veranstaltungsstätte. Künstler wie ALLIGATOAH, SILBERMOND, FETTES BROT, GENTLEMAN, ALICE MERTON, LEA uvm. haben ihre Teilnahme bereits bestätigt. Alle Künstler verzichten auf ihre Gage. Der Reinerlös unterstützt Kinderhilfsprojekte von UNICEF, VIVA con Aqua und Musik Bewegt. Das „PEACE x PEACE“-Festival bescherte 2016 und 2017 über 40.000 Zuschauern einen ganz besonderen Festivaltag. Die Stars verzichteten auf ihre Gage und sammelten in beiden Jahren über 800.000 € für Kinder im Krieg und auf der Flucht.

Tickets gibt es an allen bekannten Vorverkaufsstellen sowie unter: www.eventim.de www.semmel.de

Wie Hände sprechen, steuern und schuften

Mit dem Daumen nach oben signalisieren wir unser Okay, mit der Scheibenwischergeste unser Unverständnis, und wenn wir eine imaginäre Kurbel betätigen, möchten wir in der Regel, dass jemand sein Autofenster herunterlässt: Mit unseren Händen imitieren wir Objekte und wie wir mit ihnen umgehen. Die interaktive Ausstellung Gesten – gestern, heute, übermorgen, die das Museum für Kommunikation Berlin vom 11. April bis zum 1. September 2019 zeigt, macht Gesten und ihre vielfältigen Bezugspunkte zu aktuellen kulturellen sowie technischen Entwicklungen und Wandlungsprozessen erfahr- und erlebbar.

www.mfk-berlin.de

German Dream – Marc Jung im Eigenheim

Der Sänger Clueso (li.) im Dialog mit dem Maler Marc Jung bei der Eröffnung seiner Ausstellung in der Berliner Galerie Eigenheim – Foto: Annett Ullrich

Die Bilder von Marc Jung, der in Erfurt und Berlin arbeitet, sind wild, bunt und groß, schließlich hinterließ er seine ersten künstlerischen Spuren als Graffiti-Künstler. Der Maler, der an der Bauhaus-Universität in Weimar und der Akademie der Bildenden Künste in Wien studierte, hat den alltäglichen Wahnsinn zu seinem Thema gemacht und stellt ihn auf eine sehr eigene sarkastische und ironische Art und Weise dar. Im Februar und März zeigte die Galerie Eigenheim in der Kantstraße in einer Einzelausstellung Werke von Marc Jung. Zur Finissage kam Sänger Clueso, der wie der Maler aus Erfurt kommt. Die beiden befreundeten Künstler redeten über Ereignisse, die sie bewegen, und ihre persönlichen Lebenswelten. Und natürlich war Clueso auch mit einigen seiner Songs zu hören.

www.galerie-eigenheim.de; www.jungmarc.com

„Bilder einer Ausstellung“ live im Hamburger Bahnhof

Udo Kittelmann (Direktor der Nationalgalerie) und Vartan Bassil (Gründer „Flying Steps“) – Foto: Koone

In Zusammenarbeit mit der Nationalgalerie, die durch Udo Kittelmann die FLYING STEPS bereits 2010 in die Neue Nationalgalerie einlud, entsteht im April 2019 „Flying Pictures“ – basierend auf Modest Mussorgskys „Bilder einer Ausstellung“ – im „Hamburger Bahnhof – Museum für Gegenwart – Berlin. „Flying Pictures“ setzt den Gedanken der gegenseitigen Inspiration und das Zusammenwirken verschiedener Kunstfelder fort. Im Zentrum von Modest Mussorgskys berühmten Klavierstück 1874 steht ein Ich-Erzähler, der durch die Galerieräume wandelt. Die FLYING STEPS versetzen diese Erzählung nach über 150 Jahren erstmals in eine visuelle Bewegung: Anstelle von Mussorgskys Ich-Erzähler treten Tänzerinnen und Tänzer auf einer multidimensionalen Bühne, die von mehreren Seiten aus betrachtet werden kann, in einer Choreografie aus Elementen des Urban und Contemporary Dance auf. Zu erleben bis zum 2. Juni.

www.smb.museum/museen-und-einrichtungen/hamburger-bahnhof

Ein Jüdischer Garten für Berlin

Jüdischer Garten, Siegerentwurf – atelier le baltto mit Manfred Pernice und Wilfried Kühn – Foto: atelier le balto mit Manfred Pernice und Wilfried Kuehn

In den Gärten der Welt wird ab Oktober 2019 ein Jüdischer Garten realisiert. Er wird die bereits vorhandenen Themengärten wie beispielsweise den Christlichen und den Orientalischen Garten ergänzen und als landschaftsarchitektonischkünstlerischer Beitrag die Darstellung der großen Weltreligionen und Weltanschauungen vervollständigen. Der Entwurf, der nun realisiert wird, ist aus einem Wettbewerbsverfahren hervorgegangen, das von einem Expertengremium unter Einbeziehung des Zentralrats der Juden in Deutschland begleitet wurde. Ausgewählt wurde der Entwurf des Teams atelier le balto Landschaftsarchitekten und der Künstler Manfred Pernice und Wilfried Kuehn.

www.gruen-berlin.de

BEYOND im me Collectors Room

Francisco de Goya, Los Desastres de la Guerra, 1810 – © Olbricht Collection

In der Ausstellung „BEYOND“ werden vom 10. April bis zum 18. August sieben internationale künstlerische Positionen aus der Olbricht Collection gezeigt, die sich auf unterschiedliche Weise mit dem Jenseitigen auseinandersetzen. In den separat inszenierten Künstlerräumen werden die einzelnen Ausdrucksformen Malerei, Skulptur, Video, Installation und Grafik deutlich. Zu sehen sind Werke von Jonas Burgert, Jake & Dinos Chapman, George Condo, Nathalie Djurberg & Hans Berg, FORT, Kris Martin und Francisco de Goya. BEYOND im me Collectors Room Berlin / Stiftung Olbricht, Auguststraße 68, 10117 Berlin, Öffnungszeiten: Mi.–Mo., 12 bis 18 Uhr. www.me-berlin.com

Caspar David Friedrich in Virtual Reality

[dropcaps] Eine aufwendig produzierte Virtual- RealityAnwendung ermöglicht vom 5. April bis zum 30. Juni 2019 den Besucherinnen und Besuchern der Alten Nationalgalerie, sich einem Schlüsselwerk der Sammlung und seiner Geschichte in völlig neuer Art und Weise zu nähern: Caspar David Friedrichs Meisterwerk „Mönch am Meer“. Mit 3D-Brillen wird das Kunstwerk zum virtuellen Erlebnis, Besucherinnen und Besucher stehen wie der Mönch im Gemälde am Meer und können diesem sogar begegnen. Auch die im Original heute nicht mehr sichtbaren Stadien der Entstehung werden so ablesbar und nachvollziehbar. Mit diesem spielerischexperimentellen Zugang zu einer Sammlungsikone beschreitet die Alte Nationalgalerie neue Wege.

www.smb.museum

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