Kultur-Zeit

Foto: SMB / Juliane Eirich, 2018

Zwei Jahre lab.Bode

Die Kulturstiftung des Bundes und die Staatlichen Museen zu Berlin setzen mit lab.Bode – Initiative zur Stärkung der Vermittlungsarbeit in Museen – ein wichtiges Signal für den Ausbau einer modernen und vernetzten Vermittlungsarbeit an Museen. Seit dem Sommer 2016 ist das Bode-Museum ein Labor für die Erforschung und Erprobung von zukunftsorientierten Bildungskonzepten und deren Integration in die museale Arbeit. Mit dem Vermittlungslabor, dem Schulprogramm und einem bundesweiten Volontärsprogramm an insgesamt 23 Museen soll gezeigt werden, was Vermittlungsarbeit an Museen bewirken kann. Im Dezember 2018 startete die zweite Gruppe von 12 Partnermuseen die aktive Zusammenarbeit mit lab.Bode. Bis 2020 stellt die Initiative erfolgreich erprobte Methoden und Ergebnisse Museen bundesweit als digitalen Baukasten zur Verfügung und alle Berliner Schulen sind eingeladen, die neu entwickelten Projekttage als buchbares Angebot kostenfrei zu nutzen. www.lab-bode.de

Humboldt Forum: erste Vorboten

© Staatliche Museen zu Berlin, Ethnologisches Museum / Stiftung Humboldt Forum im Berliner Schloss, digitale Reproduktion: Jester Blank GbR

Bereits vor der geplanten Eröffnung Ende 2019 präsentiert das Humboldt Forum 15 Highlights aus den diversen, weltweit herausragenden Sammlungen, die zukünftig im Humboldt Forum zu erleben sein werden. Bis zum Mai 2019 werden acht dieser Highlights in einer Ausstellung auf der Museumsinsel sowie am Kulturforum zu sehen sein, eine weitere Auswahl wird in acht Gesprächen an unterschiedlichen Orten in Berlin vorgestellt. Rund 20.000 Kunst- und Naturwerke, spirituelle Objekte und Alltagsgegenstände werden im Humboldt Forum im Erdgeschoss und in den darüber liegenden drei Etagen zu sehen sein. Informationen zu allen 15 Humboldt Forum-Highlights sowie das vollständige Programm unter: www.humboldtforum.com/highlights

100 Jahre Bauhaus Berlin

2019 steht ganz im Zeichen von Bauhaus. Deutschlandweit widmen sich unzählige Akteure dem Bauhaus und laden gemeinsam dazu ein, die historischen Zeugnisse der revolutionären Kunst-, Design- und Architekturschule sowie ihre Bedeutung für die Gegenwart und Zukunft (neu) zu entdecken. Auch das ganzjährige Berliner Programm 100 jahre bauhaus in berlin sowie das stadtweite Festival bauhauswoche berlin 2019 vom 31. August bis zum 8. September feiern das Jubiläum in bester Bauhaus- Tradition: experimentell, vielseitig, transnational und radikal zeitgemäß. Gebündelt von 100 jahre bauhaus in berlin, widmen sich zahlreiche Berliner Kulturinstitutionen, Museen und Projekte das ganze Jahr über dem Bauhaus aus unterschiedlichsten Perspektiven. Das komplette Programm unter: www.bauhaus100.de/programm

„Mein Schlosspark Theater“

Das Steglitz Museum in der Drakestraße – Foto: Steglitz Museum

Der Geschichte des Schlosspark Theaters widmet sich eine Ausstellung im Steglitz Museum, die bis zum 30. Juni 2019 zu sehen ist. Von den Anfängen des Steglitzer Theaters im alten Preußen über die wilden 1920er-Jahre und die Blütezeit 1945–1972 unter dem Intendanten Boleslaw Barlog bis hin zur mittlerweile fast schon 10-jährigen Intendanz von Dieter Hallervorden – all das erwartet die Besucher in der altehrwürdigen Villa des Steglitz-Museums in der Drakestraße. Die Ausstellung erzählt in fünf Akten diese Theatergeschichte des Hauses und immer wieder auch die einer pulsierenden Theaterstadt, wie es keine zweite in Deutschland gibt. An jedem 2. und 4. Sonntag im Monat finden von 16–18 Uhr Führungen durch die Ausstellung statt; Sonderführungen, Workshops und andere Veranstaltungen zur Ausstellung sind möglich. www.steglitz-museum.de; www.schlossparktheater.de

Kunst, Handwerk und Konzept Made in Berlin

Im Fokus der Ausstellung And Berlin Will Always Need You vom 22. März bis zum 16. Juni im Gropius Bau steht die zeitgenössische künstlerische Szene Berlins. Den thematischen Rahmen bietet der Gropius Bau selbst, der 1881 als erstes Kunstgewerbemuseum in Deutschland eröffnet wurde und sich ausgehend davon auch als Lehr-, Produktions- und Ausstellungsstätte etablierte. Die Gruppenausstellung lädt mehr als 20 in Berlin lebende KünstlerInnen wie Chiharu Shiota, Dorothy Iannone, Nevin Aladağ und Theo Eshetu ein, bestehende und neue Installationen und Arbeiten zu zeigen, die sich mit Handwerk, Dekor, Materialität und Artefakten auseinandersetzen. www.berlinerfestspiele.de

Die halbe Hauptstadt

Bauarbeiter bei Montagearbeiten an der Leuchtschrift auf dem „Haus der Statistik“, 13. August 1969 – © Bundesarchiv ( 183-H0813-0026-001), Foto: Eva Brüggmann

Das Museum Ephraim-Palais bereitet gegenwärtig eine Ausstellung unter dem Titel „OST-BERLIN – Die halbe Hauptstadt“ vor, die vom 11. Mai bis zum 9. November 2019 zu sehen ist und sich mit den vielfältigen Facetten des urbanen Lebens und der Alltagserfahrungen der Menschen in Ost-Berlin beschäftigt. Der Blick richtet sich auf das soziale und kulturelle Leben in der einstigen Hauptstadt der DDR – vom Wohnen über den Verkehr, den Konsum, die Mode und die Arbeitswelt bis hin zur Kulturszene und privaten Lebensstilen. Gezeigt werden die mit der Entwicklung Berlins zur sozialistischen Metropole einhergehenden Veränderungen von den späten 1960er-Jahren bis zur Wiedervereinigung der Stadt 1990. Veranstaltet wird die Ausstellung gemeinsam vom Stadtmuseum Berlin und vom Leibniz-Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). www.ost.berlin

Mitmachtheater „Tierisch verwichtelt“

Fotos: Erna-Graff-Stiftung

„Tierisch verwichtelt – ein Mitmachtheater für Grundschüler über Tierschutz“ ist ein Theater-Projekt der Erna- Graff-Stiftung für Tierschutz, die sich seit jeher auch für die Tierschutzbildung von Kindern und Jugendlichen einsetzt. Premiere hatte das Stück Mitte Dezember in der Spandauer Klosterfeld-Grundschule. Die Resonanz darauf aus weiteren Berliner Grundschulen ist hoch, weitere Termine reichen bis Februar 2019. Das Projekt hat Theater- und Workshopcharakter: In vier Bausteinen erfahren und begreifen die Kinder die grundlegenden Bedürfnisse von Tieren. Sie werden Teil der Geschichte und erleben gemeinsam mit den beiden Protagonisten – den Wichteln Dorle und Feline –, was Tiere brauchen und welche Folgen falsche Haltung haben kann. Sie lernen spielerisch und kreativ, was für die verschiedenen Tierarten – Haustiere, Nutztiere und Exoten – wichtig ist. www.erna-graff-stiftung.de

Erfolgreiche Bilanz der ersten BAROCKTAGE

Die Staatsoper Unter den Linden – Foto: Christian von Steffelin

Mit der Vorstellung von HIPPOLYTE ET ARICIE sowie Konzerten von Les Talens Lyriques unter der Leitung von Christophe Rousset und Le Concert des Nations unter der Leitung von Jordi Savall endeten die BAROCKTAGE, die vom 23. November bis zum 2. Dezember erstmals an der Staatsoper Unter den Linden stattfanden. Insgesamt kamen in den zehn Tagen mehr als 15.000 Besucherinnen und Besucher aus 46 verschiedenen Ländern (neben Europa u. a. aus Australien, Brasilien, China, Hong Kong, Japan, Kanada, Korea, Neuseeland, Panama, Singapur, den USA und den Vereinigten Arabischen Emiraten) in die Staatsoper Unter den Linden (Großer Saal, Apollosaal, Alter Orchesterprobensaal) sowie in den Pierre Boulez Saal und sorgten für eine Auslastung von 91 %. Das Festival wird künftig jedes Jahr für 10 Tage im November stattfinden – 2019 vom 1. bis zum 10. November, u. a. mit Werken von Alessandro Scarlatti und Henry Purcell. www.staatsoper-berlin.de

Mantegna und Bellini. NEUJAHRSKONZERT Meister der Renaissance

Andrea Mantegna Der Heiliger Sebastian, ca. 1459-60 Pappelholz, 68 x 30 cm – © Kunsthistorisches Museum Wien, Gemäldegalerie

Erstmals präsentieren die Staatlichen Museen zu Berlin gemeinsam mit der National Gallery London das eng miteinander verwobene Schaffen der beiden verschwägerten Künstler Andrea Mantegna (um 1431-1506) und Giovanni Bellini (um 1435-1516). Mit rund 100 Arbeiten handelt es sich um die erste umfassende Ausstellung, die das Oeuvre dieser Meister der italienischen Renaissance vergleichend gegenüberstellt. Die Londoner wie Berliner Bestände umfassen Meisterwerke der beiden Künstler aus all ihren Schaffensphasen. Zudem beherbergen das Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin sowie das British Museum eine außergewöhnlich reiche Sammlung von Blättern Mantegnas, Bellinis, ihrer Familie und ihres Umkreises. Um diesen Kern herum versammelt die Ausstellung eine Anzahl herausragender Leihgaben. Zu sehen ist die Ausstellung vom 1. März bis zum 30. Juni 2019 in der Gemäldegalerie Kulturforum. www.smb.museum

Produzentenstudie: Berlin ist Filmstandort Nr. 1

In der Hauptstadtregion werden die meisten Kinofilme produziert. Das hat die neue Produzentenstudie der Hamburg Media School ergeben. Mit 7.653 Drehminuten allein in Berlin liegt der Filmstandort weit vor den anderen deutschen Drehorten, hinzu kommt das Produktionsvolumen von Studio Babelsberg und UFA mit Sitz in Brandenburg – als nächster Standort folgt Bayern mit 4.326 Drehminuten. Darüber hinaus liegt Berlin bei den wichtigsten Standortfaktoren wie Personalverfügbarkeit und -kosten, Miete und Lebenshaltung nach wie vor deutlich vor München, Hamburg und Köln. Unschlagbar ist die Hauptstadtregion auch, was Drehorte, Internationalität und die Verbindung zu anderen Kultur- und Kreativbranchen angeht. www.medienboard.de

„Irgendwo kommt man immer auf seine Kosten …“

Theodor Fontanes Reiseschilderungen, die von verzauberter Reminiszenz bis zur spöttischen Abhandlung reichen, machen selig – gleich, ob grüngemusterte Gärten oder Havelforsten beschrieben werden, neue Orangeriehäuser, Schilfgürtel oder weißes Gewölk. Der Publizist Lars Franke nahm Fontanes im Jahr 2019 anstehenden 200. Geburtstag zum Anlass, sich auf die Spuren des berühmten Literaten zu begeben, im Gepäck die „Wanderungen durch die Mark Brandenburg“. Kaum etwas Geschichtsträchtiges hat Theodor Fontane bei seinen Streifzügen zwischen Elbe und Oder, Rheinsberg und Spreewald ausgelassen. In Klosterruinen, Herrenhäusern und Kirchen hat er nach Spuren der märkischen Vergangenheit gesucht, während ihn die brandenburgischen Naturschönheiten – bis dato weitgehend unbeachtet – immer wieder aufs Neue in den Bann zogen. Lars Franke: Fontane für die Hosentasche. Auf den Spuren Theodor Fontanes durch Berlin und Brandenburg; erschienen im Steffen Verlag

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